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Unser erstes Frauen-Wander-Wochenende (FWW)

Frauenausflug: Klappe die Erste!

Sechs Weiber unter einen Hut zu bringen ist doch schwieriger als ich es mir in meinem euphorischen Leichtsinn so gedacht habe.

Anfang des Jahres war schnell ein geeignetes Datum für unser erstes FWW gefunden. Frei nach den „Dienstags-Frauen“ (Roman von Monika Peetz), wollten wir sportliche Ertüchtigung mit dem Naturerlebnis kombinieren, und nebenher noch zahlreiche Fotos für unsere Aussellungen schießen. Außerdem kann man sich mal ein ganzes Wochenende austauschen (sprich RATSCHEN), ohne dass einen jemand genervt anschaut. 😉

Aber leider gingen schon bald nach der Terminfindung die ersten Prbleme los. Der anvisierte Altmühltal-Panoramawanderweg stellt sich nach einiger Recherche doch beschwerlicher dar, als gedacht. Da kamen von Einzelnen schon Bedenken zwecks des Gepäcktransports. Also ein „Basislager“ musste her, damit nicht jeder, außer der umfangreichen Fotoausrüstung, auch noch sein Gepäck schleppen muss. Das war aber noch das geringste Problem. Riedenburg liegt zentral im Altmühltal. Umgeben von fotospot-trächtigen Plätzen, Felsen, Burgen, etc…. Eine Unterkunft war auch schnell gefunden.

Aber dann…

Wer von den fünf weiteren Teilnehmerinnen schon am Freitag mitfährt, wer am Samstag nachkommt oder aber schon am Samstag wieder heimfährt…Ich hatte den Überblick schon bald verloren. Ich hab irgendwann einfach mal zwei Doppelzimmer gebucht. Zustellbetten sind ja schnell bestellt. Und außerdem dacht ich mir so: „Fahrt doch Ihr wie Ihr wollt. Ich fahr ja mit der Christine!“

Aber genau darin lag das letzte große Problem unseres Ausflugs. Es wird wohl ein ewiges Gemeimnis in den Tiefen von Christines Kalender bleiben, warum sie erst ein Wochenende später fahren wollte ?!?! An dieser Stelle gebührt der Unentschlossenheit von Irene (fahr ich selber oder schließ ich mich einer Fahrgemeinschaft an) ein spezieller Dank von Andrea und mir. Wäre die nicht so unentschlossen gewesen… wir hätten am Freitag vergeblich auf unsere Fahrerin gewartet!!!

In Riedenburg angekommen waren dann aber diese Anlaufschwierigkeiten völlig vergessen und wir waren schon in heller Vorfreude auf das bevorstehende Sonnwendfeier-Feuerwerk.

Vorher war aber am Samstag eine stramme Wanderung angesagt. Und das ist unter Frauen ja soooo entspannend. Während wir in Mopsgeschindigkeit über die Felsen entlang der Altmühl wanderten, konnte sich der eine Teil der Gruppe in vertrauter weiblicher Runde über die Beschaffenheit der Unterwäsche beim Wandern und das „Schwitzwässerle in der Ritze“ unterhalten, während der andere Teil der Gruppe darüber diskutiert wo wohl der beste Platz ist, um das abendliche Feuerwerk zu fotografieren.

Nur kurz zur Klarstellung: wilde Tiere und böse Buben haben uns an diesem Tag nicht überfallen. Wir haben so laut geschnattert, dass jeder in unserer Nähe freiwillig die Flucht ergriffen hat.

Und wie immer wenn man sich sportlich betätigt kommt irgendwann der Hungerbär. Aber wir Frauen denken ja voraus. Ausreichend Vesper war bereits im Vorfeld besorgt. Und die Andrea und ich haben am Abend vorher den Wegverlauf genau studiert und den idealen Mittagspausenplatz festgelegt. Eine Einzelne unter uns hat die Chance der Ablenkung durch einen köstlichen Schokokuchen genutzt um ein tolles Panoramabild mit einem neu erworbenen Weitwinkelobjektiv zu machen 😉 Seht selbst, der Ausblick war gigantisch!!!

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Nach einer leckeren Pizza am Abend haben wir uns frisch geduscht nochmal ‚aufi auf’n Berg‘ gemacht. Wir sind ein weiteres Mal zum Ausgangspunkt unserer Wnaderung zu einem Aussichtspunkt über Riedenburg gelaufen, um von dort das ideale Feuerwerks-Shooting zu machen. Smartphones und Google sei Dank konnten wir uns auch ausreichend informieren, wie wir gelungene Bilder erhalten. Leider fiel das Feuerwerk kleiner aus als gedacht und war dann doch etwas weit weg. Ich habe ja bereits erwähnt, dass wir was die Planung unserer Ausflüge angeht noch etwas am Üben sind 😉

Generell ist das Wochende aber sehr entspannt, problemlos und gut gelaunt verlaufen. Was das Wetter angeht, konnten wir’s nicht besser erwischen. Wir sechs Weiber haben uns prima verstanden. Die Unterkunft war sensationell und die Wirtin sehr freundlich. Und auch um einen achtbeinigen, schwarzen Besucher aus dem Zimmer zu entfernen braucht’s keine männliche Hilfe, gell Andrea!

Einziger Kritikpunkt von mir als Planerin: Da hat man schon mal seine persönliche Physiotherapeutin dabei und bekommt nach einer anstengenden Wanderung trotzdem keine Massage. Wir hatten am Sonntag schon einen g’scheid verspannten Nacken… Vielleicht sollten wir uns da beim nächsten Mal doch so einen jungen, netten, gutaussehende, breitschultrigen,… Ihr wisst schon!

Ach ja, hier noch das gewünschte Rezept für die Mittagspausen-Brownies. Ablenkung garantiert! Funktioniert bei Kindern und sogar bei schnatternden Weibern…

Zutaten:                                                                                                                                          100 Gr. Butter, 150 Gr. Zartbitterschokolade, 2 Eier, 200 Gr. Zucker, 1 TL Vanillearoma, 125 Gr. Mehl, 0,5 TL Backpulver, 100 Gr. Schokotröpfchen oder -streusel

Zubereitung:                                                                                                                             Backofen auf 180°C vorheizen. Eine flache, quadratische, etwas 20 cm breite Backform so mit Backpapier auslegen, dass es über die Ränder ragt.

Schokolade und Butter in kleine Stücke schneiden und in eine feuerfeste Schüssel geben. Wasser in einem mittelgroßen Topf zum Kochen bringen, dann vom Herd nehmen. Die Schüssel auf den Topf stellen, ohne dass sie das Wasser berührt. Unter gelegentlichem Rühren stehen lassen, bis Schokolade und Butter zerlassen sind. Leicht abkühlen lassen.

Eier, Zucker und Vanillearoma in eine Schüssel geben und mit dem elektrischen Handrührgerät 2 Minuten blass und dick aufschlagen. Schokolade und Butter zugießen und verrühren.

Mehl und Backpulver zusammensieben und dann mit einem Metallöffel einrühren. Schokoladentröpfchen hinzugeben und gut verrühren.

In die Form geben und 20 Minuten backen, bis kein Teig mehr an einem in die Mitte gestochenen Spieß kleben bleibt.

10 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann herausheben und auf einem Kuchenguitter vollständig auskühlen lassen. Mit einem scharfen Messer in Quadrate schneiden und schmecken lassen…

 

Fazit der Organisatorin:

Es war unser erster Frauenausflug… Aus den Fehlern in der Planung habe ich eins gelernt: „Ich muss klarere Anweisungen geben!“ Und dann klappt das beim nächsten Mal sicher auch reibungsloser. Aber vielleicht muss „reibungslos“ bei einem Frauenausflug auch gar nicht sein. Hat auch so einen Riesenspaß mit Euch gemacht!!! Ich hab Euch alle noch lieb und freu mich schon auf’s nächste Mal!!!

Eure Tanja

Fazit der Teilnehmer:

Fehler haben wir keine bemerkt – wir hatten ein super Wochenende – wir hatten tolle Gespräche – wir konnten wunderbar ratschen – wir hatten tolles Wetter – wir haben lecker gegessen – unsere Kameras waren mal wieder beschäftigt – der PC zu Hause ebenfalls – Männer haben wir keine vermißt – den Weg haben wir immer gefunden – es war PERFEKT!

DANKE FÜR’S ORGANISIEREN!!!

Bildershow Ecuador und Galapagos Inseln

Hier noch rückwirkend die Berichterstattung und ausgewählte Fotos der spannenden Bildershow (22.02.2013) von Roland Forster:

Nach einer spektakulären Landung auf dem in 2400 m Höhe gelegenem  Aeropuerto  International Mariscal Sucre in Quito, begann im Oktober 1997 mein Trip durch Ecuador und zu den Galápagos Inseln.

Die damals noch üblichen Dias wurden mittlerweile digitalisiert und zu einer musikalisch untermalten Diashow von 65 Minuten Länge zusammengestellt.

Die Tierwelt und Landschaft auf den Galápagos Inseln ist und bleibt ein unvergessliches Erlebnis. Dadurch dass es keinerlei Fluchtdistanz der heimischen Tiere gibt, ist es möglich mit Seelöwen zu Schnorcheln, Echsen und Krabben laufen einem über die Füße, Bussarde sind aus 2m Entfernung zu betrachten, einfach ein Traum.

Nach dem Ausbooten ging es täglich mehrmals mit Pangas (Schlauchbooten) in kleinen Gruppen zu den Inseln. Dort kamen zwei Arten des Anlegen zum Tragen: „Dry Landing“ am Bootssteg oder „Wet Landing“, nasse Füße am Strand. Die Guides waren super und es blieb immer reichlich Zeit zum Fotografieren.

Zurück in Ecuador standen neben Quito die Indiomärkte in Latacunga und Otavalo auf dem Programm (mit zugenähten Taschen wegen der Taschendiebe!!). In Mitad del Mundo hatte ich die Möglichkeit mit einem Fuß auf der nördlichen- und dem Anderen auf der südlichen Seite des Äquators zu wandeln.

Leider waren, wegen starken Nebels, zwei Versuche zum 6300 m hohen Chimborazo zu gelangen vergeblich. Trotzdem war dies eine meiner schönsten Reisen.

Meerechse 1 Seelöwe Meerechse Lavakrabbe Indiomarkt Indiofrau

 

Ausführlicher Bericht – Outdoor-Ausstellung Schwabach

Impressionen Outdoor-Ausstellung Schwabach
Impressionen Outdoor-Ausstellung Schwabach
Im Rahmen des 20 – jährigen Bestehens des Fotoclub Schwabach machen es sich seine Mitglieder zur Aufgabe, jeden Monat eine Aktion zu schaffen. Am Wochenende 21./22. Juni fand unsere Outdoor – Ausstellung statt. Die Vorberei­tungen begannen schon deutlich früher: Wer macht mit? Wie präsentieren wir unsere Bilder? Welche Kosten entstehen für jeden Teilnehmer? Wo stellen wir aus? Durch Beratungen und Abstimmungen wurde entschieden, Fotos mit freier Gestaltung auf eine wetterfeste „Plane“ in der Größe 104 x 70 zu drucken.

Norbert Korn, unser „Rahmenspezialist“, hatte die geniale Idee diese Bilder in selbst gebaute Holzgestelle, die bunt mit Acryllack angestrichen wurden, einzuspannen. Die Größe betrug 220 x 150 cm. Schließlich wurden 22 Bilder zum Entwickeln gebracht, die Rahmen geschreinert und bemalt und die Bilder eingespannt. Fertig. All diese Mühen waren noch nicht genug, denn das Gesamtpaket sollte stimmen. Wir brauchten Getränke, Musik und viele Genehmigungen!!!

Am Samstag den 21.06.11 traf sich die meisten Teilnehmer morgens um 9.30 Uhr zum Aufbau, glücklicherweise bei Sonnenschein. Das perfekte Wetter lockte viele Schaulustige, Familien, Spazier­gänger, Bekannte und Freunde an. Die Resonanz war durchwegs positiv. Die Abrundung der Ausstellung bildete die musikalische Untermalung am Samstag mit Anette Grüttner mit ihrer Querflöte und am Sonntag mit der Band „BenJoe“ mit unplugged Stücken.

Impressionen Outdoor-Ausstellung Schwabach
Impressionen Outdoor-Ausstellung Schwabach
Alles in allem auf den Punkt gebracht heißt das: Sonnenschein, schöne Bilder, passende Musik und ein Glas Sekt im Schwabacher Stadtpark. Weil die Ausstellung einfach zu schön war sie nur einmal anzuschauen, wollte sie auch die Stadt Roth für ihr Kirch­weihwochenende am 13./14.08.2011. Wir hoffen auf eine Wiederholung.
Wem allerdings die Anreise nach Mittelfranken schwer fällt und die unten aufgeführ­ten Bilder zu wenig sind, kann gerne auf unserer Homepage www.fotoclub-schwabach.de mehr sehen.

Themen-Fotoshootings realisieren Teil III – Shooting

In ein paar Tagen erscheint die neue Ausgabe der Club-Zeitschrift FotoNews des Fotoclubs Schwabach. In dieser findet sich dann unter anderem auch der dritter Teil der vierteiligen Artikelreihe zur Planung und Durchführung von Themen-Fotoshooting von Manuel Mauer. Teil eins und zwei sind hinter diesen Links zu finden.

Themen-Fotoshootings realisieren Teil III – Shooting

Der dritte von vier Kapiteln zu „Themen-Fotoshootings realisieren“ beschäftigt sich endlich mit dem Fotoshooting selbst.

Dieses Kapitel ist wie die beiden vorangegangen Kapitel fast uferlos. Ich hoffe trotzdem, die wesentlichen Punkte abzudecken.

Generell gilt: ich als Organisator und Fotograf komme als Erster und gehe als Letzter. Ich behalte den Überblick, muss die Zeit im Blick behalten, die Stimmung der Crew, bin für das Equipment und die visuelle Umsetzung zuständig und für alles andere auch.

Letzter Schliff

Nachdem dies meist zu viel ist, alles selbst zu machen, bietet es sich an, im Vorfeld einzelne Arbeitspakete an Freunde/Assistenten oder ähnliche Personen abzugeben. So kann sich jemand um Essen und Trinken kümmern, die Uhrzeit im Blick behalten und weitere kleine aber wichtige Dinge, die Euch als Fotograf entlasten.

Aber von vorne. Vor der Abfahrt packe ich alles nach meiner Checkliste ein, fahre zur Location und bin als Erstes dort. Ich schaue mir in Ruhe die gewünschten Motive und die Gegebenheit vor Ort an dem Tag an, entscheide mich für meine Bildeinstellungen und mache mein Equipment einsatzbereit.
Nun werden bereits die ersten Beteiligten eintreffen: Models, Visagistin, Stylistin und weitere, gegebenenfalls benötigte, Personen.

Sobald das Team vollzählig ist, begrüße ich alle, gehe das Skript (siehe Teil I) nochmal kurz durch und sende die einzelnen Akteure zu den jeweiligen Aufgaben: Models zum Umziehen, Visas zum Schminken. Bei Visagisten ist es sinnvoll, ihnen möglichst genau Anweisungen oder Bilder zu geben, wie das Styling aussehen soll und dies auch während des Schminken gelegentlich (nicht ständig, ich will ja die Visa nicht nerven) zu kontrollieren.

Während die Visagistin schminkt, baue ich meine Beleuchtung auf, stelle einen Statisten dorthin, wo später das Model stehen soll, und überprüfe (optimalerweise) an einem größeren Monitor (eventuell Laptop) die gewünschte Beleuchtung, und ob störende Objekte im Hinter-/Vordergrund geändert werden müssen.
Wenn die Visagistin fertig ist, beginnt das eigentliche Shooting. Je nach Erfahrung des Models kann ich gleich anfangen zu fotografieren, oder ich berede erst mit dem Model, was ich von ihr erwarte und was nicht. Auch während der Fotoaufnahmen kontrolliere ich regelmäßig Bilder am Laptop oder an der Kamera. Dies mache ich aber nicht zu oft, soll doch ein gewisser „Fluss“ in der Aufnahme der Bilder entstehen. Sobald ein Location- und/oder Stylingwechsel anstehen, der etwas länger dauert, beginnt dieser Absatz wieder von vorne.

Präsentation

Ich zeige dem Model und den anderen Beteiligten ruhig die Bilder. So sieht jeder, was wir schon erreicht haben. Begleiten mich andere Fotografen, bespreche ich mich mit diesen bei Gelegenheit. Häufig sehen diese noch Dinge, die ich übersehen habe oder sie haben noch gute Ideen.

Ganz wichtig während des Fotoshootings: das Datenhandling. Im digitalen Zeitalter entstehen sehr viele Bilder und gegebenenfalls auch Videos. Sollte ich die Speicherkarten am Shootingort leeren, macht das optimalerweise immer die gleiche Person, die Speicherkarten werden erst gelöscht, wenn die Bilder auch auf den heimischen Sicherungsmedien gespiegelt sind.
Ebenso wie auf die Sicherheit der Daten, achte ich auf die Sicherheit meines Teams. Falls etwas passiert, bin im Zweifel ich als „Veranstalter“ des Fotoshootings der Verantwortliche.

Pferde

Zu guter Letzt nochmal meine wichtigsten Punkte:

  • Wenn etwas zu entscheiden ist, bin ich bei meinem Projekt der Entscheider. Gerne lasse ich diskutieren, aber am Ende muss ich sagen, wo es lang geht.
  • Das Fotoshooting soll allen Spaß machen. Trotzdem erwarte ich gute Ergebnisse und konzentriertes Arbeiten.
  • Es bringt nichts, ein nicht zu erreichendes Ergebnis erzwingen zu wollen. Läuft es aus irgendeinem Grund nicht, und ich kann die Gründe dafür nicht ausräumen, beende ich das Fotoshooting lieber, als mich und alle anderen zu frustrieren.

Im letzten Teil werde ich noch das Team „Nacharbeit“ behandeln, also alle Punkte, die anstehen, sobald das Fotoshooting beendet ist.